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Neue Besitzverhältnisse bei der WAZ-Mediengruppe
Übernahme vom 24.01.2012 (cz)
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Mehr als 60 Jahre waren die Anteile an der WAZ-Mediengruppe gleichmäßig auf die Familien der beiden Gründer Erich Brost und Jakob Funke aufgeteilt. Nun hat die Funke-Tochter Petra Grotkamp umgesetzt, was sie schon seit längerem angekündigt hatte. Sie hat den drei Brost-Erben deren 50-prozentigen Anteil abgekauft und verfügt nun mit 66,6 Prozent über die absolute Mehrheit im drittgrößten Verlagshaus Deutschlands.
Sie zahlt dafür rund eine halbe Milliarde Euro. Das Kartellamt hat dem Deal bereits seine Zustimmung gegeben. Damit steht der Axel-Springer-Verlag, der versuchte Teile des Konzerns zu kaufen, als Verlierer da. Grotkamp arbeitete seit Monaten an diesem Geschäft und musste sich diversen Offerten seitens Springer erwehren. Zugleich scheidet auch der ehemalige Kanzleramtsminister Bodo Hombach als Geschäftsführer aus. Diesen Posten hatte er immerhin zehn Jahre inne.
Zur WAZ-Gruppe gehören fast 30 Tageszeitungen sowie diverse Wochenzeitungen, Fachzeitschriften und Anzeigenblätter. Außerdem ist sie auch in den Bereichen Druck, Internet und Rundfunk vertreten. Ihre bekannteste und namensgebende Publikation ist die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). Die Essener konnten im letzten Jahr als einer der größten europäischen Regionalzeitungsverlage mit 15.000 Beschäftigten rund 1,1 Milliarden Euro umsetzen. Quelle: .
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